Seminario storia dell'arte: Rodin e Maillol

I seminari rappresentano un importante sostegno didattico della Scuola di Scultura. L’approfondimento del sapere teorico tramandato dà la possibilità ai partecipanti di riflettere meglio sul proprio lavoro artistico e di allargare ulteriormente il contesto nel quale si muovono.
I seminari sono tenuti in tedesco.

Rodin und Maillol:

Wie aus der Kunst der Glätte und Buckel die moderne Skulptur entstand

Walter Benjamin (1882-1940) hat von der Zerstückelung der Einheit gesprochen. Er verglich den herkömmlichen Maler mit einem Magier, der noch imstande war, ein totales Bild zu schaffen. Der Kameramann indessen gehe wie ein Chirurg vor: er greife ein, zerschneide. In diesem Sinne ist Aristide Maillol (1861-1944) der letzte Magier: Er schuf sinnlich-weibliche Figuren. Der Geschlossenheit, Glätte und Erotik der Haut gewann er den letzten Reiz ab. Sein Antipode war Auguste Rodin (1840-1917), gleichsam der erste Chirurg: „Die Plastik ist die Kunst der Buckel und Löcher“. Er durchwühlte die Umrisslinie seiner Figuren. „Der Schreitende“ – ein Torso – weist auf die Skulptur des 20. Jahrhunderts voraus: zum einen in seinem zerstückelten Charakter und zum andern in seiner aufgebrochenen Oberflä-chenstruktur.