Das Seminar untersucht Skulptur und Plastik als offene, prozessuale und raumbezogene künstlerische Praktiken innerhalb der zeitgenössischen Kunst. Ausgehend von der grundlegenden Erweiterung des Skulpturbegriffs seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden traditionelle bildhauerische Kategorien kritisch hinterfragt und aktuelle Positionen zwischen Objekt, Installation, Materialexperiment und räumlicher Intervention analysiert. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Skulptur heute im Spannungsfeld von Materialität, Raum, Kontext und Rezeption positioniert und welche neuen Ausdrucksmöglichkeiten sich durch experimentelle Strategien im Umgang mit klassischen und unkonventionellen Werkstoffen eröffnen.